A new review for our full length "Asylum" by Ox-Fanzine! Thanks!
Sieben Lieder, zwei mit deutschem
Text, die restlichen fünf sind auf Englisch. Wahrhaben will man es
vielleicht nicht, aber unser Ohr geht wohl mit der englischen Sprache
etwas unkritischer um, bei ihr verzeiht man einfach mehr.
Schön
ist es zwar, wenn Bands in ihrer Muttersprache singen, aber die Gefahr,
hölzern zu klingen, wird damit größer, eher wird schlechtes Englisch
akzeptiert. ABEST tappen genau in diese Falle, denn Zeilen wie „Risse in
mir – Diffus: ein Schmerz zieht sich durchs Mark“ klingen derart
unbeholfen, dass sie das Hörvergnügen extrem mindern würden, könnte man
sie denn verstehen.
In der englischen Fassung sind sie zwar auch
nicht wesentlich filigraner, klingen aber einfach besser. Also gut, dass
Stephan und Joscha ihre Wut in unverständlichem Gebrüll artikulieren
und damit den kantigen Knochenbau ihres gebrochenen Hardcore-Post-Metals
nicht ruinieren.
Dieser weiß nämlich über weite Strecken zu
gefallen. Viel Atmosphäre, kraftvolle, ingrimmige Stücke von komplexer
Struktur, die den Hörer in den stärksten Momenten neben den eigenen
Verstand stellen.
8 /10
by Peter Wingertsches / Ox-Fanzine